Zügigkeit der Siegburger Schulen an Bedarf anpassen

Zügigkeit der Siegburger Schulen an Bedarf anpassen

Keine Notwendigkeit für eine dauerhafte Ausweitung der Zügigkeit an den städtischen Gymnasien sieht aktuell die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Siegburg. Einerseits steht dafür der Schulentwicklungsplan, der für beide Schulen die jeweilige Vierzügigkeit als ausreichend ansieht. Andererseits hat die Verwaltung im letzten Schulausschuss dargelegt, dass alleine am Anno-Gymnasium zwei komplette Eingangsklassen aus Schülern bestehen, die aus den Nachbarkommunen stammen.

„Wir freuen uns über die Attraktivität der beiden Gymnasien in Siegburg“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Frank Sauerzweig. „Aber dies darf nicht dazu führen, dass der städtische Haushalt wegen der steigenden Zahl auswärtiger Schülerinnen und Schüler zusätzlich belastet wird. Diese Gefahr besteht bei einer dauerhaften Fünfzügigkeit am Anno-Gymnasium.“

„Das Ziel muss sein, jeder Siegburger Schülerin und jedem Siegburger Schüler einen Platz an der Schule ihrer und seiner Wahl zur Verfügung zu stellen“, ergänzt Stefan Rosemann, stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender des Schulausschusses. „Das wäre mit einer Vierzügigkeit an beiden Gymnasien, der Vier- bzw. Fünfzügigkeit der Gesamtschule und den beiden Eingangsklassen an der Realschule voll erreicht. Es bliebe sogar noch Platz für je eine Klasse für auswärtige Schülerinnen und Schüler an jedem Gymnasium.“

Dem Wunsch des Anno-Gymnasiums nach einer dauerhaften Fünfzügigkeit wollen die Sozialdemokraten nicht entsprechen. „Der Wechsel von G8 zu G9 wird an beiden Gymnasien zusätzlichen Raumbedarf nach sich ziehen. Zwar scheint das Raumangebot am Anno-Gymnasium und dem Gymnasium Alleestraße in den kommenden beiden Jahren ausreichend zu sein, danach jedoch wären vor allem vor dem Hintergrund einer Erhöhung der Zügigkeit Baumaßnahmen zur Schaffung zusätzlicher Klassenräume nicht mehr zu vermeiden“, sieht Frank Sauerzweig. „Diese wären nur mit einer zusätzlichen Belastung des städtischen Haushalts zu realisieren und aus Sicht der SPD-Fraktion weder notwendig noch plausibel. Die finanzielle Situation der Stadt muss an dieser Stelle eine Konsequenz haben.“

„Natürlich kennen wir die Vorteile einer höheren Zügigkeit an einer Schule. Aber wir können mit Blick auf die städtischen Finanzen nicht alle Wünsche erfüllen,“ so Stefan Rosemann. „Am Anno-Gymnasium besteht nicht genug Raum für sechs zusätzliche Klassen. Wir sehen uns an der Stelle im aktuellen Schulentwicklungsplan bestätigt.“

Um das Angebot der weiterführenden Schulen in Siegburg dennoch auf einem hohen Niveau zu halten, erwartet die SPD-Fraktion eine Ausweitung der Kooperation, besonders der beiden Gymnasien. „Mit gemeinsamen Kursen und Arbeitsgemeinschaften lassen sich die zur Verfügung stehenden räumlichen und personellen Ressourcen besser nutzen“, sind sich Sauerzweig und Rosemann sicher.

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