SPD für Studiobühne am Schulzentrum Neuenhof

Die SPD-Fraktion will die Integration der Studiobühne (Theater Tollhaus, Theaterschatz e.V.) in das Schulzentrum Neuenhof und stimmte in der Ratssitzung für die Aufnahme dieses Projektes zur Schaffung eines neuen Bildungs-, Kultur- und Sportcampus in das Gesamtkonzept des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK).

Betrachtet man diese Entscheidung isoliert vor dem Hintergrund der finanziellen Rahmenbedingungen unserer Stadt, so durfte uns die Entscheidung für eine Verlagerung der Studiobühne in das Schulzentrum Neuenhof nicht leicht fallen. Unter anderem sieht die Machbarkeitsstudie hierfür einen Marktplatz der Begegnung, eine Hauptbühne mit drei Probebühnen und einen Bereich für die Theaterschule mit zwei Balletsälen und vier weiteren Kursräumen auf rund 2.000qm vor. Hierfür wurden Gesamtkosten von 9 Millionen Euro ermittelt.

„Eine Investition in dieser Höhe ist, so wünschenswert eine Integration der Studiobühne in das Schulzentrum auch ist, eine nicht darstellbare, ja unverantwortliche Belastung für unsere Stadt. Mit der Aufnahme dieses Projektes in die Gesamtkonzeption ISEK besteht aber die Möglichkeit einen 60 prozentigen Zuschuss vom Land zu erhalten“, erläutert der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Sauerzweig.

„Meine Fraktion hat den Anspruch, alle anstehenden Investitionen gewissenhaft zu prüfen, um weitere Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt zu vermeiden und den städtischen Haushalt nicht zusätzlich zu gefährden. Die Konsequenz, wünschenswertes vor diesem Hintergrund nicht umzusetzen, muss hierbei immer eine Option bleiben. Wir haben auf eine Risikominimierung und Kostenreduzierung gedrungen und ich begrüße daher ausdrücklich die Verständigung darüber, dass finanzielle Risiko für unsere Stadt zu deckeln. Der städtische Eigenanteil zur Schaffung des neuen Zuhauses für die Studiobühne darf per Ratsbeschluss 3 Millionen Euro nicht überschreiten. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch die Tatsache, dass die Stadt ein weiteres finanzielles Risiko trägt. Um überhaupt eine Chance auf eine Landesförderung zu erhalten, müssen die Planungen für die neue Studiobühne mit Theaterschule zunächst einmal auch ohne Förderungsgarantie weiter verfolgt werden. Die anfallenden Planungskosten kann man bei allen Unwägbarkeiten mit knapp 400.000 Euro beziffern. Ein Betrag, auf dem wir im Fall einer ausbleibenden Förderung, sitzen bleiben könnten“, führt Frank Sauerzweig aus.

„Und dennoch: dieses Projekt wird die kulturellen und sportlichen Begegnungen in unserer Stadt fördern und den Schülerinnen und Schülern des Schulzentrums optimale Voraussetzung für eine künstlerische Bildung und zur Förderung ihrer Talente bieten. Es ist gut, dass wir an dieser Stelle etwas wagen. Die infrastrukturellen Voraussetzungen werden allerdings allein nicht ausreichend sein, um die Gesamtschule zu einem Leuchtturm in Siegburg und der Region zu machen. Es wird darauf ankommen, die Schule und die neue Profilierung im Sinne der Schülerinnen und Schüler mit Herz und Engagement zu füllen“, stellen Frank Sauerzweig und der Schulausschussvorsitzende Stefan Rosemann gemeinsam fest.

„Die Gesamtschule befindet sich in einer außergewöhnlichen Situation. In einer Kommune mit etwas mehr als 40.000 Einwohnern muss sie sich neben zwei Gymnasien und einer Realschule behaupten. Das findet man so nicht noch einmal. Deshalb muss die Stadt als Schulträger aktiv darauf hinwirken, damit sie ein qualitativ hochwertiges Angebot machen und ihr Profil schärfen kann,“ ergänzt Stefan Rosemann. „Die Ansiedlung der Studiobühne ist dahingehend sinnvoll.“

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