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Siegburg hat sich wirtschaftlich in den letzten Jahren gut entwickelt. Die Einwohnerzahl steigt, viele Großprojekte wurden verwirklicht. So wurde das Gebäude der früheren Hauptpost abgerissen. An seiner Stelle entstand ein Büro- und Geschäftshaus der Kreissparkasse Köln, das S-Carré. Die ehemalige Neue Poststraße, ÖPNV-Durchgangsstrecke vom Bahnhof in Richtung westlicher Innenstadt, wurde zum Erweiterungsbereich der Fußgängerzone. Die frühere Straße An der Stadtmauer ist völlig verschwunden; dort verläuft inzwischen ein Fußweg. Nach einer sich erheblich länger als geplant hinziehenden Bauzeit ist auch der ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn an der Neubaustrecke Köln-Frankfurt 2004 fertiggestellt worden. Nach verschiedenen Studien hat insbesondere die Anbindung der Kreisstadt an die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main Ende 2002 der Entwicklung der Stadt einen Schub gegeben, was sich auch positiv auf die Einwohnerentwicklung ausgewirkt habe. Eine zunehmende Anzahl von kritischen Stimmen auch in der Einwohnerschaft merkt jedoch an, dass die Dimension zahlreicher in den vergangenen Jahren verwirklichter Baumaßnahmen den Rahmen einer 40.000-Einwohner-Stadt sprenge. Ende 2008 hat Siegburg eine Pro-Kopf-Verschuldung von ca. 6.454 Euro (Kinder eingerechnet). Dies ist die zweithöchste Pro-Kopf-Verschuldung einer Kommune in Nordrhein-Westfalen.
Verkehr
Die Stadt ist über die Siegburger Bahn (Stadtbahnlinie 66, auch Telekom-Express genannt) der SSB mit Bonn verbunden, die zu den Hauptverkehrszeiten im 10-Minuten-Takt über die Kennedybrücke und die Konrad-Adenauer-Brücke in Bonn bis nach Bad Honnef führt. Durch die Linie 66 Telekom Express wird Siegburg außerdem mit Sankt Augustin und Königswinter verbunden. Nur an Schultagen verkehrt auch die Linie 67 auf der Strecke, mit dem Unterschied, dass die Linie 67 von Siegburg Hauptbahnhof nach Richtung Bonn-Bad Godesberg fährt. Siegburg liegt an den Bundesautobahnen A 560 (nach Bonn und Hennef) und A 3 (Frankfurt–Köln) sowie an den Bundesstraßen B 8, B 56 und B 484. Seit 2003 ist Siegburg an die ICE-Strecke Köln–Frankfurt angebunden. Eigens dafür erhielt Siegburg ein neues Bahnhofsgebäude mit umliegenden Geschäften. Der Bahnhof erhielt den Namen Siegburg/Bonn, da die ICE-Strecke über die Stadtbahnlinie 66 der Stadtwerke Bonn im Zehn-Minuten-Takt an den Bonner Hauptbahnhof anbindet. Weiterhin liegt Siegburg an der Siegstrecke Köln–Siegen und wird von Regional-Express-Zügen der Linie RE 9 bedient. Die S-Bahn-Linie 12 (Düren–Köln–Hennef (Sieg)–Au) hält ebenfalls in Siegburg. In Siegburg ist im ÖPNV der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) gültig. Seit 2004 verbindet der „Michel-Express“ die Fußgängerzone (Holzgasse, Markt, Bahnhof) mit der Siegburger Abtei.
Geografische Lage
Siegburg befindet sich rechtsrheinisch, 26 km von Köln und 10 km von Bonn entfernt, an den Ufern von Agger und Sieg. Siegburg gilt als traditionsbewusste und trotzdem moderne Stadt. Siegburg hat einen ICE-Bahnhof (Bahnhof Siegburg/Bonn) an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main, an dem auch Regionalzüge und S-Bahnen der Siegstrecke halten. Der Stadtkern mit seinem historischen Marktplatz und Gebäuden ist gut überschaubar. Bekannt ist die Stadt auch durch den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, bei dem vor allem mittelalterliche Handwerkskunst zur Schau gestellt wird.
Landschaft
Siegburg befindet sich in einem südöstlichen Ausläufer der Kölner Bucht und grenzt im Osten an die Höhen des Bergischen Landes, im Süden an die des Westerwaldes und des Siebengebirges.

Flüsse
Siegburg befindet sich an der Sieg, einem Nebenfluss des Rheins, und an der Agger, die ihrerseits ein Nebenfluss der Sieg ist und die Trennlinie zur Nachbarstadt Troisdorf darstellt. Von der Sieg zweigt der Siegburger Mühlengraben in der Höhe des Siegwehrs ab, fließt durch das Stadtgebiet, um sich abschließend wieder mit der Sieg zu vereinigen. Des Weiteren fließt der Wahnbach, der die Wahnbachtalsperre speist, durch das Gebiet des Siegburger Stadtteils Seligenthal. In Lohmar-Heide entspringt ein zwar kleiner, jedoch nicht unwichtiger Wasserlauf für Siegburg: Der Rothenbach - Quelle für die zahlreichen Fischteiche des großen Waldgebietes (Staatsforst Siegburg) zwischen der Stadt Siegburg und Lohmar.
Geologie
Siegburg befindet sich in der Niederrheinischen Bucht, die ein Becken am Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges darstellt. Im Tertiär kam es hier zu Einsenkungen, die zur Bildung dieser Bucht führten. Im Oberoligozän reichte das Meer bis in den Bonner Raum hinein. Die Tonablagerungen, die später die Grundlage des Siegburger Keramikhandwerks wurden, bildeten sich während des Oligozäns. Nach dem Rückzug des Meeres kam es zur Sedimentation von Sanden mit Braunkohleflözen. Charakteristisch für dieses Gebiet sind Terrassensysteme des Rheins und seiner Nebenflüsse, der Sieg und der Agger. Siegburg ist bekannt für seine hellgrauen bis dunkelgelben Tone welche hauptsächlich in Siegburg-Nord – Gemarkung Aulgasse – gefördert wurden und die der daraus produzierten Keramik eine helle Farbe verleihen.
Geschichte
Frühzeit
1000–500 v. Chr.: Siedlungen am Rande des heutigen Stadtgebietes, auf dem Brückberg und Seidenberg, sind durch Funde belegt.
500 n. Chr.: Fränkische Landnahme erreicht den Siegburger Raum.
seit ca. 1000 gilt Siegburg als Töpferstadt. Die Entwicklung des Töpferhandwerks setzte somit wesentlich früher ein als in der ebenso bekannten rheinischen „Töpferstadt“ Frechen.
1060: Vertreibung des Pfalzgrafen Heinrich durch Erzbischof Anno II. von Köln.
1064: Gründung der Abtei Michaelsberg durch Erzbischof Anno II.
1069 erhält Siegburg die Markt-, Zoll- und Münzrechte von König Heinrich IV.
Vor 1182 erhält Siegburg Stadtrecht.
ab ca. 1300 erlebt Siegburg eine erste Blüte der Töpferei. Ortsansässige Töpfer stellen gesintertes Siegburger Steinzeug her.
1403 verspricht der Siegburger Abt Pilgram von Drachenfels Johann II. von Loen die Übernahme der Siegburger Schirmvogtei. Hierdurch kommt es zu einem Krieg zwischen Abtei und den Bürgern der Stadt, die mit dem späteren Herzog Adolf von Berg, dem Sohn des bisherigen Stadtvogtes, die Abtei belagern. Die Abtei wurde erheblich beschädigt, aber nicht genommen. Die Stadt wurde in Brand geschossen. Stadt und Abtei einigten sich dann, die Vogtrechte weiter den Herren von Berg zu lassen.
1636–1638: Hexenverfolgungen in Siegburg durch den Hexenkommissar Franz Buirmann. Es gibt 19 vollständige Hexenprozess-Protokolle sowie Prozessfragmente im nordrhein-westfälischen Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und Stadtarchiv Siegburg.
1741–1742: Besetzung der Stadt durch französische Truppen
1829: Der Weinbau am Michaelsberg wird eingestellt.
1865 werden die baufälligen Stadttore abgebrochen
1892: kommt es zur Ansiedlung von staatlichen Rüstungsbetrieben in Siegburg, der Königlichen Geschossfabrik Brückberg und des Königlichen Feuerwerkslaboratoriums, in denen bis zu 20.000 Menschen während desErsten Weltkrieges arbeiten.
1933: Beim Versuch eines SS-Trupps, das Volkshaus zu stürmen, wird in der Nacht vom 14. zum 15. Februar ein SS-Mann erschossen. Unter Mangel an Beweisen werden später 6 Männer zu 8-12 Jahren Haft verurteilt.
1933: Im März/April werden aus Siegburg und Umgebung zahlreiche politische Gegner (Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter u. a.) zur „Schutzhaft“ ins Zuchthaus Siegburg überführt.
1938: Im Zuge des Novemberpogroms wird die Synagoge zerstört.
Ab 1939 werden bis Kriegsende mehrere Tausend ausländische Zwangsarbeiter in Siegburger Groß- und Kleinbetrieben eingesetzt. Mehr als 400 kommen zu Tode.
Am 28. Dezember 1944 werden bei einem Bombenangriff 1500 Bomben auf Siegburg abgeworfen und 66 Menschen getötet sowie Hunderte verletzt.
Am 3. März 1945 werden bei einem Bomberangriff 3000 Bomben über Siegburg abgeworfen, wodurch 35 Einwohner getötet wurden und etwa 1000 Gebäude beschädigt wurden.
Am 9. und 10. März 1945 erfolgen Bombenangriffe auf Wolsdorf, die über 100 Tote fordern.
Am 10. April 1945 wird Siegburg von Teilen der 97. Infanteriedivision der US-Armee nach wochenlangem Kampf besetzt. Als Bürgermeister wird von den Amerikanern der Deutschamerikaner Eugen Vogel aus Siegburg eingesetzt.
Stadtrat
Die 44 Sitze des Stadtrats verteilen sich wie folgt:
CDU 24 Sitze
SPD 8 Sitze
Grüne 6 Sitze
FDP 4 Sitze
Deutschland 1 Sitz
Die Linke 1 Sitz
(Stand: Kommunalwahl am 30. August 2009)
Theater und Veranstaltungshallen
Studiobühne Siegburg
Volkstheater Siegburg (gegründet 2006, Mitglied im Bundesverband Deutscher Amateurtheater)
Im September 2006 eröffnete mit der Rhein-Sieg-Halle ein Multifunktionskomplex, der bis zu 2.000 Zuschauer fasst und die Unterhaltungskultur in der Region Siegburg beleben soll.
Siegburger Stadtmuseum am Marktplatz
Siegwerk-Museum im Torhaus, Alfred-Keller-Straße 55
Abteimuseum, Abtei St. Michael
Schatzkammer St. Servatius in der St.-Servatiuskirche
Siegburg ist Garnisonsstadt für das Musikkorps der Bundeswehr.
Die Karnevals-Band Kribbelköpp stammt aus Siegburg.

Bauwerke
Benediktinerabtei St. Michael: Die um 800 auf dem damals sogenannten Sigeberg errichtete Burganlage diente zunächst als Sitz des jeweiligen Grafen, der gerade das Auelgau beherrschte. Um 1060 erstritt der KölnerErzbischof Anno II. die Burg von Pfalzgraf Heinrich und gründete 1064 eine Benediktinerabtei. 1803 wurde die Abtei säkularisiert. Die heutige Abtei ist eine Barockanlage aus dem 17./18. Jahrhundert. In der Abteikirche befindet sich das Grab Annos II. († 1075) und der Annoschrein aus dem Jahre 1183.
Die Pfarrkirche St. Servatius wurde bereits vor der Abteigründung errichtet und im 12./13. Jahrhundert zu einer zweischiffigen Emporen-Basilika erweitert. Sie beherbergt eine Schatzkammer mit dem spätromanisch-gotischen Siegburger Kirchenschatz, der besichtigt werden kann. Bekannt ist die St.-Servatius-Kirche auch durch die große Orgel der Orgelmanufaktur Klais und den dort stattfindenden Internationalen Siegburger Orgelzyklus.
Das Haus zum Winter, das frühere Pfarrhaus der Servatiuskirche, wurde zwischen 1220 und 1230 erbaut und ist das älteste, zumindest teilweise erhaltene Wohnhaus Siegburgs. Es befindet sich am oberen Markt (Griesgasse 2).
Das Zeughaus (Zeughausstraße): Das einstige königlich-preußische Zeughaus erlangte Bedeutung, als Freischärler 1849 versuchten, das Zeughaus zu erstürmen. Unter ihnen waren die Revolutionäre Carl Schurz undGottfried Kinkel. Sie machten sich von Bonn aus auf den Weg nach Siegburg, wurden aber bereits in Hangelar gestoppt. Im heute unter Denkmalschutz stehenden Zeughaus ist die Musikwerkstatt Engelbert Humperdinck untergebracht.
Klosterkirche Seligenthal (Sankt Antonius)
Siegessäule am oberen Markt
Die Gruben Ziethen, Plinius und Franz
Naturdenkmäler
Das Wahrzeichen Siegburgs ist der Michaelsberg, der von der Benediktinerabtei St. Michael gekrönt ist. Geologisch handelt es sich um einen erloschenen Vulkan. Er befindet sich nahe dem Zentrum der Stadt und gilt auch als ein beliebter Aussichtspunkt.
Wie der Michaelsberg sind auch die Wolsberge erloschene Vulkane. Heute Wahrzeichen des alten Stadtteiles Wolsdorf (Sieg).
Im Stadtteil Seligenthal befindet sich die Staumauer der Wahnbachtalsperre, die ein beliebtes Ausflugsziel ist.
Feuchtgebiet im Hufwald. Unterhalb von Siegburg-Kaldauen, zwischen den Altarmen und dem Haus zur Mühlen liegendes Sumpfgebiet.
Siegaltarme. Oberhalb des Siegwehres zwischen den Wolsbergen und der Autobahnbrücke der A 3.
Trerichsweiher, ein im 16. Jahrhundert künstlich angelegter Weiher. Bis Ende 1970 wurde hier Fischzucht betrieben. Teile des Weihers wurden durch den Bau der Umgehungsstraße (B 56) zugeschüttet.
Wahner Heide und Teile der Aggerau im Rhein-Sieg-Kreis.
Billard: Der Siegburger Billard Club e. V. besteht seit 1950 und spielte bis in die Landesebene hinein.
Faustball: Der Faustballclub Braschosser TV 1913 spielt mit der Damen- und Herrenmannschaft in der 2. Bundesliga Nord.
Handball: Der Siegburger TV spielt mit der 1. Herrenmannschaft in der Landesliga A im Handballverband Mittelrhein.
Rudern: Der Siegburger Ruderverein von 1910 e. V. bietet Interessierten Rennruder- und Breitensportangebote.
Schach: Der Schachclub 1919 Siegburg e. V. spielt mit seinen 4 Mannschaften im Siegburger Kolpinghaus.
Boxen: Der Siegburger Box Club 1921 e. V. ist einer der ältesten Box Clubs Deutschlands
Fußball: Der Siegburger Sportverein 1904 e.V ist einer der ältesten und besten Clubs aus Siegburg.Hier begann Wolfgang Overaths Karriere.
Mittelalterlicher Markt zu Weihnachten
Siegburger Literaturwochen (November) / Verleihung Rheinischer Literaturpreis Siegburg
Keramikmarkt (1. Sonntag im Juli)
Humperdinck-Musikfest (Juli)
Siegburger Sommerrendezvous (Mai-September)
Siegburger Stadtfest (am letzten August-Wochenende)
Abteiliqueur, hergestellt nach altem Klosterrezept aus edlen Kräutern von den Benediktinern in der Abtei auf dem Michaelsberg. Wer eine Flasche davon verschenken will, sollte darauf achten, nur grün gefärbte Flaschen zu nehmen. Die künstlerisch wertvollen Flaschen, die aus durchsichtigem Glas sind, haben den Nachteil, dass der Liqueur darin seine Farbe verlieren kann.
Michel, eine helle Biersorte, und das naturtrübe Siegburger, welche in der Abteibrauerei, im Siegburger Caféhaus in der Holzgasse sowie im Restaurant „Abteistuben“ auf dem Michaelsberg angeboten werden.

Ansässige Unternehmen
Die Siegwerk Druckfarben AG und mit ihr einer der weltweit größten Druckfarbenhersteller, die Siegwerk Group, ist seit 1840 in Siegburg ansässig.
HIT Handelsgruppe GmbH & Co. KG
Von Januar 1937 bis Dezember 1957 wurden in Siegburg die Cantulia Akkordeons hergestellt. [3]
(momentan noch) Sitz des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)
Die OSB-Krankenhausmanagementberatung GmbH
Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK GmbH)
Extra-Blatt, Ausgabe Siegburg
Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises
Volkshochschule Rhein-Sieg
Engelbert-Humperdinck-Musikschule
Gymnasium Alleestraße
Anno-Gymnasium
Alexander-von-Humboldt-Realschule im Schulzentrum Neuenhof
Gemeinschafthauptschule Haufeld
Hauptschule im Schulzentrum Neuenhof
Grundschule Deichhaus Hans Alfred Keller - Schule
Grundschule Humperdinckstraße
Grundschule Nord
Grundschule Siegburg-Kaldauen
Grundschule Siegburg-Stallberg
Grundschule Wolsdorf
Grundschule Zange
Justiz
Neben der Justizvollzugsanstalt Siegburg befinden sich in Siegburg das Amtsgericht Siegburg, zuständig für den rechtsrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises mit Ausnahme der Kommunen Windeck (AG Waldbröl), Königswinter und Bad Godesberg (AG Königswinter) und das Arbeitsgericht Siegburg, zuständig für den rechtsrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises und den Oberbergischen Kreis mit Ausnahme der Kommunen Hückeswagen und Radevormwald. Die Justizvollzugsanstalt Siegburg geriet 2006 bundesweit in die Schlagzeilen, als ein brutaler Misshandlungsfall bekannt wurde, bei dem ein 20-jähriger von drei Mithäftlingen zu Tode gefoltert wurde.
Söhne und Töchter der Stadt
Charles Wimar, Maler, * 20. Februar 1828, † 28. November 1862 in St. Louis, wanderte 1843 in die USA aus, bekannt durch seine Darstellungen amerikanischer Ureinwohner
Hermann Joseph Mohr, Musikwissenschaftler, * 10. Januar 1834, † 7. Februar 1892, schrieb zahlreiche Kirchenlieder, darunter auch „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land“ und „Maria breit den Mantel aus“
Engelbert Humperdinck, Komponist, * 1. September 1854, † 27. September 1921
Ernst Rolffs jun., Unternehmer * 18. März 1858, † 1939, erfand den maschinellen Rasterkupfertiefdruck und den Dreifarbentiefdruck
Ruth Rehmann, * 1. Juni 1922, Schriftstellerin
Ernst H. Hilbich, * 16. März 1931, Schauspieler und Kabarettist, u. a.: Die Anrheiner, Late Show, Kinderarzt Dr. Fröhlich, Willi wird das Kind schon schaukeln.
Wolfgang Overath, Fußballspieler, * 29. September 1943, Präsident des 1. FC Köln, Mitglied der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Fußballweltmeister 1974, Ehrenbürger von Siegburg seit 2003
Peter Kurth, * 5. April 1960, CDU-Politiker, 1999 bis 2001 Berliner Finanzsenator, 2009 Kandidat für die Position des Kölner Oberbürgermeisters (er verlor die Direktwahl gegen Jürgen Roters/SPD)
Wolfgang Seidenberg, * 18. März 1962, Schauspieler, u. a. im Marienhof
Anke Johannsen * 15. Juni 1981, Sängerin, Pianistin und Songwriterin
Axel Bellinghausen, * 17. Mai 1983, Fußballspieler (TuS 05 Oberpleis, Fortuna Düsseldorf, derzeit: FC Augsburg)
Patricia Hanebeck, * 26. Februar 1986, Fußballspielerin vom FCR 2001 Duisburg
Sarah Kim Gries, * 3. März 1990, deutsche Nachwuchsschauspielerin (Die Wilden Kerle)
Simone Gorholt, * 8. Januar 1989, deutsche Nachwuchsschauspielerin (Marienhof).
Anno II. von Köln (auch: Hanno von Köln, Hanno II. etc.), (* um 1010, † 4. Dezember 1075 in Siegburg), Erzbischof von Köln 1056-1075, Heiliger der katholischen Kirche
Johann Lair * 1476 in Sieglar, † 1554 in Siegburg, auch genannt John Siberch (hergeleitet von seinem Wohnort Siegburg), gründete 1520 die Universitätsdruckerei in Cambridge (England)
Ignaz Pfefferkorn (* 31. Juli 1726 in Mannheim; † 16. Juni 1798 in Siegburg), Jesuit, Missionar und Naturforscher
Maximilian Jacobi (* 10. April 1775 in Düsseldorf, † 18. Mai 1858 in Siegburg), Arzt und Gründungsdirektor der ersten Rheinischen Provinzial-Irrenheilanstalt
Peter Joseph Dietzgen (* 9. Dezember 1828 in Stadt Blankenberg bei Hennef, † 15. April 1888 in Chicago, USA), Arbeiterphilosoph, Journalist und Lohgerber
Willi Schultz (* 9. Oktober 1892 in Kolberg; † 3. November 1972 in Siegburg), Schullehrer und Sammler pommerscher Volkslieder und Volkstänze, lebte nach der Vertreibung aus Pommern seit 1947 in Siegburg
Lotte Betke, Schriftstellerin und Schauspielerin, (* 5. November 1905 in Hamburg, † 25. Juli 2008 in Siegburg)
Heinz Irsen, Komponist, (* 5. Februar 1906 in Köln, † 11. November 1989 in Troisdorf), komponierte zum 25-jährigen Bestehen der Siegburger Musikschule (1967) seine groß besetzte „Siegburger Festmusik“, die in der Stadthalle Siegburg mit großem Erfolg uraufgeführt wurde.
Ulf Merbold (* 20. Juni 1941 in Greiz), Physiker, Astronaut, Leiter des Europäischen Astronautenzentrums der ESA in Köln, lebte in Siegburg.
Günter Ollenschläger (* 3. März 1951 in Bonn-Beuel), Wissenschaftspublizist machte 1969 sein Abitur am Siegburger Anno-Gymnasium, Leiter des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin in Berlin.
Tom Buhrow (* 29. September 1958 in Troisdorf bei Siegburg), machte 1978 sein Abitur am Siegburger Anno-Gymnasium, Moderator der Tagesthemen in der ARD.
Hanna Jansen (* 1946 in Diepholz), in Siegburg wohnhafte Kinder- und Jugendbuchautorin.
Markus Maria Profitlich (* 25. März 1960 in Bonn), Comedian, besuchte die Hauptschule Haufeld in Siegburg und war Gruppenleiter im dortigen CVJM.
Karl Jüsten (* 7. September 1961 in Bad Honnef bei Siegburg), in Siegburg aufgewachsener römisch-katholischer Geistlicher (Prälat), seit 2000 Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin.
Ross Antony (* 1974 in Bridgnorth, Shropshire, England), in Siegburg wohnhafter Musicaldarsteller.
Quelle: Wikipedia.de
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