Aus der Presse

  • Gericht stärkt ECE-GegnerGericht stärkt ECE-Gegner
    „Blockadeantrag“, „Blockadeinitiative“, „Blockadebewegung“ - die Liste der abwertenden Ausdrücke, mit der Bürgermeister Franz Huhn die Bürgerinitiative gegen das ECE-Center hat diffamieren lassen, ist lang. (KStA 03.09.2010)
  • Stimmungstest manipuliertStimmungstest manipuliert
    Eine Internet-Umfrage zum Thema ECE-Center hat die Redaktion gestern aus dem Netz genommen, weil sich offenbar ECE-Befürworter nicht an die Spielregeln hielten. (KStA 03.09.2010)
  • Die Kosten sind nicht transparentDie Kosten sind nicht transparent
    Merklich leiser geht es derzeit im Pressedienst der Kreisstadt zu, nachdem sich das Verwaltungsgericht mit der städtischen Werbung für das Einkaufscenter befasst hat - doch Propaganda im Sinne von ECE wird immer noch gemacht, wenn auch mit Zahlenspielereien. (KStA 27.08.2010)
  • Huhn nimmt Text aus dem NetzHuhn nimmt Text aus dem Netz
    Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn muss seinen Text zum Abriss des Rathauses von der Homepage nehmen. Beim Bürgerentscheid kann man nun auch elektronisch seine Stimme zum Erhalt oder Abriss des Rathauses abgeben. (KStA 16.08.2010)
  • Abfuhr für den BürgermeisterAbfuhr für den Bürgermeister
    Eine Schlappe vor dem Verwaltungsgericht in Köln hat Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn erlitten. Sein Kommentar im Abstimmungsheft zum Bürgerentscheid über den Abriss des Rathauses sei zu unsachlich. (KStA 14.08.2010)
  • Die letzte Welle von SiegburgDie letzte Welle von Siegburg
    Die Surfanlage war ein Highlight im neu eröffneten Oktopus-Bad in Siegburg. Fast auf den Tag genau nach einem Jahr kommt nun das Aus: "Anfang August hat die Surfanlage ihren Betrieb eingestellt", so Stadtsprecher Wolfgang Hohn. (GA Bonn 07.08.2010)
  • Diskussion über ECE-Bau: Ein Schwarzbuch für SiegburgDiskussion über ECE-Bau: Ein Schwarzbuch für Siegburg
    Die Diskussion um das ECE-Einkaufscenter in der Siegburger Innenstadt ist um eine Facette reicher. Der Wolsdorfer Grafiker Horst Stöcker hat das 31. Kapitel seines "Schwarzbuch Siegburg" dem Thema gewidmet (GA Bonn 07.08.2010)
  • Stets auf der Suche nach einem PlatzStets auf der Suche nach einem Platz
    Die Suche nach einem Stellplatz für das Auto stellt sich in Siegburg schwierig dar. Gerade Ortsfremde haben mit einer spärlichen Beschilderung zu kämpfen. Ein neues System soll Abhilfe schaffen. (KStA 30.07.2010)
  • Ideen gegen den Stau präsentiertIdeen gegen den Stau präsentiert
    Die Stadt Siegburg rechnet bis zum Jahr 2025 mit einer Zunahme des Pkw-Verkehrs um fast zehn Prozent. Ein neues Verkehrskonzept soll verhindern, dass das zum Chaos auf den Straßen führt. (KStA 27.07.2010)
  • Rathausabriss: Siegburger Bürgerinitiative zieht vor GerichtRathausabriss: Siegburger Bürgerinitiative zieht vor Gericht
    Um den für den 19. September in Siegburg geplanten Bürgerentscheid darüber, ob das Rathaus abgerissen werden und an seiner Stelle ein großes Einkaufszentrum entstehen soll, ist im Vorfeld ein juristischer Streit entbrannt. (GA 23.07.2010)
Maßlose Finanzpolitik der CDU treibt Siegburg in die Handlungsunfähigkeit PDF Drucken E-Mail

mzAuf harte Zeiten müssen sich Siegburger Vereine, Initiativen und Einwohner einstellen. Durch die umstrittene Beanstandung der Eröffnungsbilanz der Stadt ist auch der Haushalt 2010 nicht mehr genehmigungsfähig. Konsequenz: Es dürfen nur unabweisbar notwendige Ausgaben getätigt werden. Freiwillige Ausgaben wie die Förderung des Sports, der Kultur und vieler anderer Bereiche sind kaum noch möglich. Auch auf gepflegte Anlagen und befahrbare Straßen werden die Siegburger vorerst verzichten müssen, weil nur Schäden, die zu einer Verkehrsgefährdung führen, beseitigt werden können. Aber vielleicht kann man ja die Siegburger Straßen den Automobilherstellern als Strecke für Belastungstests empfehlen und so neue Einnahmen erzielen.

Glaubt man der CDU und ihrem Bürgermeister, ist daran nur das (CDU-geführte) Innenministerium schuld, das die Eröffnungsbilanz der Stadt aus dem Jahr 2008 für rechtswidrig hält. Dort waren unter anderem für Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Krankenhaus Rückstellungen gebildet worden. Nachdem nun das Krankenhaus endgültig verkauft wurde, konnten diese Rückstellungen von ca. 38 Mio. Euro aufgelöst werden und führten zu einer entsprechenden Verbesserung des Haushaltes 2010. Ohne diese Auflösung der Rückstellungen hätte der Haushalt ein Defizit von über 15 Mio. Euro ausgewiesen.

Das Problem ist also nicht die Beanstandung durch das Innenministerium, sondern die jahrzehntelange verfehlte Finanzpolitik der CDU. Wenn nämlich der Haushalt 2010 nicht ein solch horrendes Defizit ausweisen würde, das nur durch die Auflösung von Rückstellungen kaschiert werden konnte, was aber im Übrigen an der tatsächlichen Situation rein gar nichts ändern würde, gäbe es keinerlei Grundlage, auch den Haushalt 2010 zu beanstanden. Jahr für Jahr hat die CDU die Haushalte mit geschönten Zahlen auf dem Papier ausgeglichen, Jahr für Jahr hat die SPD-Fraktion vor dieser gefährlichen und verantwortungslosen Politik gewarnt.

Jetzt stehen CDU und Bürgermeister vor den Scherben ihrer Politik und die Zeche bezahlen die Siegburger Einwohner und Vereine. Auf Einsicht wartet man allerdings nach wie vor vergeblich, schuld sind immer andere. Die SPD-Fraktion fordert deshalb Bürgermeister und CDU dringend auf, sich endlich der Wirklichkeit zu stellen und zuzugeben, dass die Finanzen der Stadt heruntergewirtschaftet sind. Nur dann ist ein Neuanfang und eine Bewältigung dieses immensen Problems möglich. Die SPD-Fraktion ist dazu jedenfalls jederzeit bereit.

 

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